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Style Guide | 03 März 2017

Louis Vuitton: Eine ewig währende Liebe

Alles begann im Jahre 1837, als sich der 16-jährige Louis Vuitton zu Fuß auf den Weg nach Paris machte, um robuste Koffer herzustellen. Seine Entschlossenheit hat sich ausgezahlt. Fast zwei Jahrhunderte später werden seine Initialen, aus denen sich das ikonischen Monogramm der Marke zusammensetzt, auf der ganzen Welt erkannt.

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Maßgeschneidert für den Erfolg
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Von links nach rechts : Herbst Schauen 2011, 2009 und 2013.

1987 fusionierte Louis Vuitton mit Moët Hennessy, was gleichzeitig die Geburtsstunde des LVMH-Imperiums kennzeichnete. Zehn Jahre später holte das Unternehmen Marc Jacobs an Bord, der mit der Kreation der ersten Ready-to-wear Linie sowie Schuhen und Accessoires beauftragt wurde. Eine kühne Entscheidung, die das Schicksal des Hauses für immer verändern würde. Unbeeindruckt von den, in der Luxusindustrie bestehenden Konventionen, entwickelte Jacobs zeitgenössische Entwürfe, die aus der Menge herausstachen. Seine Shows glichen Schauspielen, bei dem der Designer sogar so weit ging, eine mit Models besetzte Lokomotive in das Louvre einfahren zu lassen. Dieses Bild wird sich wohl für immer in das kollektive Modegedächtnis eingebrannt haben. Jacobs griff auf eine Vielzahl zeitgenössischer Künstler zurück, um Louis Vuittons klassische Lederwaren neu zu gestalten. Richard Prince, Stephen Sprouse und Takashi Murakami nahmen die Herausforderung an und ergänzten das Monogramm durch Graffiti, Farben und Pop-Referenzen.

Eine neue Ära mit Nicolas Ghesquière
Von links nach rechts : Herbst Show 2014, Frühjahr 2015 und Herbst 2015.

Nach 15 Jahren bei Balenciaga ersetzte der französische Designer Nicolas Ghesquière das Louis Vuitton Urgestein Marc Jacobs. Seine erste Kollektion war ein wichtiger Bruch mit der vorherigen Ästhetik der Marke. Um die Vuitton-Silhouette in eine futuristischere Richtung zu lenken, entschloss sich Ghesquière mit der Stylistin Marie-Amélie Sauvé zusammenzuarbeiten, die sich sehr stark von technologischen Prozessen und Fortschritten inspirieren lässt. Seine Kollektionen kombinieren starke Linien und hochtechnologische Stoffe, die in scharfen Silhouetten aufeinandertreffen und den hohen Anspruch der Marke mit alltäglichen Anforderungen verschmelzen lassen. Die Looks wurden von Musen zum Leben erweckt, die immerzu heißen Gesprächsstoff lieferten, darunter: Willow Smith und Lightning (die 3D-Heldin aus dem Final Fantasy-Videospiel) - ein weiterer Beweis für Ghesquière's zukunftsorientierten Ansatz. Angesichts der Relevanz der Accessoires in der Unternehmensgeschichte, verfolgte der Designer auch künstlerische Kooperationen, diesmal mit Cindy Sherman, dem Architekten Frank Gehry (hinter der beeindruckenden Fondation Louis Vuitton) und dem Designer Rei Kawakubo, um die Key-Pieces der Marke wie etwa Koffer und Tragetaschen weiter zu entwickeln.

Weltbekannte Accessoires
Von links nach rechts : Petite Malle Tasche, Speedy Bandoulière 25 und Twist.

Denkt man an Louis Vuitton, so verbindet man die Marke unverzüglich mit dem ikonischen Monogramm und Damier Muster. Wenn die Marke abgesehen der Herstellung seiner weltberühmten Koffer - die heute als sehr sammelbar gelten - etwas beweisen konnte, ist es die Fähigkeit, außergewöhnliche Taschen zu entwerfen, die den Test der Zeit bestehen. Zu den meistverkauften Modellen gehören Neverfull, Speedy, Noe, Alma und Capucine, mit saisonalen Variationen in verschiedenen Farben und Stoffen, die immer wieder frische Akzente schaffen. Nicolas Ghesquière hat die Liste der Bestseller erweitert, indem er bestehende Entwürfe neu interpretiert, darunter Koffer in Miniatur-Formaten – ein offensichtliches Zeichen, dass die ursprünglichen Entwürfe Jahrzehnte überdauern.